Heute morgen, verschwitzt wie immer, kommt Beat knapp am Voltaplatz zur Tramhaltestelle. Doch was ist geschehen? Kein Tram, das einem fast vor der Nase wegfährt. Aber wenigstens eine grosse Menschenschar die es mir gleich tut und rumsteht – also offensichtlich noch Nichts verpasst.
Minuten vergehen und vergehen. Die Tatsache, dass es heute morgen Frau Holle gut mit uns meint – zu gut – muss gar nicht zusätzlich erwähnt werden. Ein Kind mit Trisomie 21 schreit: “Wo ist mein Tram?” Dieselbe Frage scheinten auch die anderen Anwesenden zu hegen und ich dachte schon, dass bald alle anfangen werden zu schreiben “Wo ist mein Tram? Wo ist mein Tram?…” Strassenschlachten, brennende Autos, “äs Zündhöuzli”. – Aber ich schweife ab.
Auch heute morgen schweifte ich ab – mein Blick gen’ Ursprung vom Winterwunderland. Doch was sah ich voller Schrecken: Keine Fahrleitungen! Kurze Unsicherheit über die Funktionsweise eines Trams – dann langsam Gewissheit: Hier wird heute GAR kein Tram fahren.
Auf der gegenüberliegenden Strassenseite eine kleine Tafel: Momentan gibt es keine Möglichkeit vom Voltaplatz direkt zum Bahnhof zu kommen. Von langer Hand geplant, niemandem kommuniziert. “Gestern stand es aber in der Zeitung,” wurde mir netterweise von der BVB mitgeteilt. Ich kam mir bereits vor als wäre ich bei der Arbeit – obwohl ich länger davon entfernt war als zunächst gehofft.
3 responses so far ↓
1 filomenal // Dec 10, 2008 at 22:56
und dann? bist du gerannt? geschwommen? hast die schneeschuhe ausgepackt?
2 des pudels kern // Dec 11, 2008 at 01:24
langlaufski! langlaufski!
3 nachtreise // Dec 14, 2008 at 17:29
Nicht nur die am Voltaplatz, auch die an der Gasstrasse gewesene Haltestelle war verschwunden. Ohne Ankündigung! Und im Gegensatz zum Voltaplatzfährt bei der chaotischen Einbahnstrassenregelung an der Gasstrasse nicht einmal ein Ersatzverkehrbus…
:( Sie ist einfach total weg! Fort für imma!
http://nachtreise.twoday.net/stories/5383345/
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